Die Kunst des Weglassens
Ein Tiegel, gedreht in der Hand, das Etikett nach hinten. Die Vorderseite verspricht, die Rückseite beweist. Zwischen Inhaltsangabe und Chargennummer steht dort eine INCI-Liste, und interessant an ihr ist weniger, was sie aufzählt, als das, was sie auslässt. Denn in der BIO Kosmetik ist die Abwesenheit die eigentliche Aussage.
Zwei Wege führen zu einer Rezeptur, und sie verlaufen genau entgegengesetzt. Der eine fragt, was man alles hineingeben kann, damit ein Produkt wirkt, sich gut anfühlt und lange hält. Der andere fragt zuerst, was auf keinen Fall hinein darf. SEEWALD BIO Kosmetik geht den zweiten Weg, und dieser Weg beginnt mit einer Liste, die erstaunlich lang ist.
Was steht auf der Verbotsliste ganz oben?
Ganz oben steht jene Gruppe, die in konventioneller Kosmetik die Arbeit erleichtert. Silikone lassen jede Creme sofort seidig wirken, Paraffine und Mineralöle sind günstig, geruchsneutral und nahezu unbegrenzt haltbar, PEGs machen Formeln geschmeidig, Parabene halten sie keimfrei. Bequem, alles miteinander.
Und trotzdem sucht man sie in SEEWALD BIO Kosmetik vergeblich. Statt synthetischer Filmbildner und Erdölderivate trägt die Haut hier ausschließlich, was die Natur vorgesehen hat. Kein Paraben, kein Silikonfilm.
Warum bleiben synthetische Düfte außen vor?
Hier beginnt das eigentlich Interessante, jener Teil, den die wenigsten kennen. Ein synthetischer Duftstoff kann sich hinter einem einzigen Sammelbegriff verbergen. Ein natürlicher ätherischer Ölduft dagegen wird bis in seine Einzelbestandteile aufgeschlüsselt, Geraniol, Linalool, Citronellol, Limonen. Die ehrlichere Rezeptur hat deshalb oft die längere Zutatenliste, nicht die kürzere.
Genau das ist gemeint, wenn von Transparenz die Rede ist. Jede Nuance, jede Farbnote in den BIO-zertifizierten Produkten entstammt pflanzlichen Quellen, und jede einzelne ist nachlesbar. Wer wissen will, was er aufträgt, muss nicht nachfragen. Es steht da.
Eine dritte Gruppe schließt sich unmittelbar an, weniger sichtbar, aber ebenso konsequent. Ethoxylierte Rohstoffe, Formaldehydabspalter und Methylisothiazolinon sind in keiner Rezeptur enthalten. Es sind Stoffe, die niemand auf einem Etikett sucht und die trotzdem in vielen Regalen stehen. Wirksam pflegen kann die Haut auch ohne sie.
Was bleibt übrig, wenn so vieles wegfällt?
Und dann die dritte Gruppe, die am weitesten reicht. Mikroplastikpartikel, gentechnisch veränderte Rohstoffe und ionisierende Bestrahlung sind ausgeschlossen, überprüft entlang der gesamten Kette, vom Feld bis ins Glas. Mindestens 95 Prozent der landwirtschaftlich angebauten Rohstoffe sind BIO-zertifiziert, der Gesamt-BIO-Anteil der Produkte liegt bei SEEWALD weit über den vorgeschriebenen 20 Prozent, und jede Charge wird jährlich von staatlich autorisierten Prüfern auditiert.
So viel BIO steckt in den SEEWALD Produkten.
Was übrig bleibt, klingt fast unspektakulär. Naturbasierte Emulgatoren, Pflanzenöle, Hydrolate, Wachse, dazu minimale Mengen naturidenter Konservierungsstoffe wie Benzoesäure und Sorbinsäure. Das anMut Tonisierende Gesichtswasser kommt mit neun Positionen in der INCI-Liste aus, angeführt von Rosenhydrolat, ergänzt um Hagebutten-, Gänseblümchen- und Mädesüßblütenextrakt. Kürzer geht kaum, und genau darin liegt der Punkt. Jedes SEEWALD Produkt durchläuft zusätzlich einen Patch Test auf sensibler Haut, das Prädikat für empfindliche Haut wird erst bei einem Irritationspotenzial von 0,00 vergeben.
Häufige Fragen zur BIO-Verbotsliste
Parabene, Silikone, PEGs, Paraffine, Mineralöle, synthetische Duft- und Farbstoffe, ethoxylierte Rohstoffe, Formaldehydabspalter, Mikroplastik sowie gentechnisch veränderte Rohstoffe.
Mit minimalen Mengen naturidenter Konservierungsstoffe wie Benzoesäure und Sorbinsäure, sie halten die Rezeptur stabil, ohne die Hautbarriere unnötig zu belasten.
An der INCI-Liste auf der Verpackung, dort ist jeder Bestandteil natürlicher ätherischer Öle einzeln ausgewiesen. Synthetische Duftstoffe müssten dort ebenfalls erscheinen.

