Die Kunst des Weglassens
Die ersten Wochen nach der Geburt, ein Wohnzimmer, in dem sich Wäsche stapelt. Die Hebamme setzt sich, stellt keine Frage nach der Marke der Creme, sondern schaut. Erst auf die Haut, dann auf die Eltern. Und sagt den Satz, den sie an diesem Tag vermutlich zum dritten Mal sagt: Weniger ist mehr.
Jahrelange Praxis liegen in diesen drei Worten. Sie sind keine Zurückhaltung aus Bescheidenheit, sondern ein Befund. Denn was hier gepflegt werden soll, ist kein kleines Abbild von Erwachsenenhaut, sondern ein Organ im Werden.
Warum spricht Babyhaut eine eigene Sprache?
Dreißig Prozent. So viel dünner ist die Hornschicht eines Neugeborenen als jene eines Erwachsenen. Was aufgetragen wird, dringt entsprechend tiefer ein, und aus dieser einen Zahl folgt beinahe alles Weitere.
Denn die kleinen Drüsen, die Fett produzieren und die Haut vor dem Austrocknen bewahren, arbeiten in den ersten Lebensmonaten noch kaum. Der schützende Fettfilm fehlt also. Der Säuremantel ebenso, sein pH-Wert liegt bei 6,5 statt bei den 5,5 gesunder Erwachsenenhaut, und er baut sich erst auf. Drei Schutzmechanismen, alle drei noch nicht im Dienst.
Deshalb ist auf Babyhaut jeder einzelne Stoff eine Entscheidung. Und deshalb entscheidet nicht die Menge der Pflege, sondern ihre Auswahl.
Wie wird gelebte Erfahrung zu einer Rezeptur?
Hier beginnt das eigentlich Interessante, jener Teil, den die wenigsten kennen. Seit 1986 stellt MammaMia dieselben drei Fragen: Was braucht ein Neugeborenes auf seiner Haut? Was tut ihr gut? Und was schadet mehr, als es nützt. Beantwortet werden diese Fragen nicht in einer Marktstudie, sondern dort, wo täglich gewickelt wird.
Man erkennt das an den Details, und die Details sind es, die den Unterschied ausmachen. Der Windelbalsam gehört auf trockengetupfte Haut, weil sich nur dort ein optimaler Schutzfilm bildet. Das Bäuchlein fein Öl wird im Uhrzeigersinn einmassiert, weil das der natürlichen Bewegungsrichtung des Darms entspricht. Der Brustbalsam wird kurz in den Händen angewärmt, bevor er die Haut berührt. Kein Labor formuliert solche Handgriffe. Sie entstehen am Wickeltisch.
Ebenso praktisch ist die andere Seite dieser Erfahrung, die Liste dessen, was nicht auf Babyhaut gehört. Mineralöle versiegeln die Haut und fördern Trockenheit. Parabene irritieren die Barriere, die sich gerade erst aufbaut. Hochkonzentrierte ätherische Öle erhöhen das Risiko für Kontaktallergien. Synthetische Duftstoffe belasten ohne jeden Nutzen. Was bleibt, sind Mandelöl, Sheabutter und High Oleic Sonnenblumenöl. Kein Inhaltsstoff ohne Aufgabe.
Wie sieht ein ganzer Tag mit MammaMia aus?
Und dann übersetzt sich all das in einen Tagesablauf. Morgens, nach dem Bad, die Babylotion mit Lavendelblütenhydrolat, Römischer Kamille und Ringelblumenextrakt, geeignet ab der Geburt, sanft einmassiert. Denn das Einmassieren ist mehr als Pflege, es stärkt die Bindung.
Beim Wickeln der Windelbalsam, der Zinkoxid mit Ringelblumenöl und Rügener Heilkreide verbindet. Nirgendwo ist Babyhaut so beansprucht wie hier, wo Feuchtigkeit, Wärme und Reibung ein tägliches Reizdreieck bilden. Vor dem Spaziergang dann die Wind- und Wettercreme mit Edelweiß und Magnolie auf Wangen und Nase, aufgetragen ein paar Minuten vor dem Hinausgehen, damit sich die Schutzschicht entfalten kann.
Am Nachmittag, wenn das Bäuchlein zwickt, wenige Tropfen Bäuchlein fein Öl mit Kamille, Lavendel und Kümmel, im Uhrzeigersinn. In der kalten Jahreszeit, ab dem sechsten Lebensmonat, der Brustbalsam mit Lavendel, Thymian und mildem Eucalyptus radiata. Und schließlich der Abend, das Träum fein Spray mit Damaszener Rose, Orange und Lavendel, über die Bettwäsche gesprüht. Rituale geben Orientierung, ein vertrauter Duft hilft Babys, den Übergang zum Schlafen zu finden.
Sieben Produkte, sieben Momente. Alle basieren auf BIO-Inhaltsstoffen, dermatologisch getestet, geeignet für empfindliche Haut. Nur der Windelbalsam trägt wegen des mineralischen Zinkoxids die Auslobung Naturkosmetik, alles andere ist BIO Kosmetik. Mindestens 95 Prozent der zertifizierbaren Rohstoffe stammen aus kontrolliert biologischem Anbau, jährlich geprüft von unabhängigen Stellen. Kein Versprechen ohne Substanz.
Häufige Fragen zur MammaMia Pflege
MammaMia begleitet sie ab dem ersten Tag. Nur der Brustbalsam erst ab dem sechsten Lebensmonat. Ein entsprechender Hinweis ist ab Etikett vermerkt.
Er enthält Zinkoxid als mineralischen Wirkstoff, dieser wird naturgemäß nicht landwirtschaftlich angebaut und ist deshalb nicht BIO-zertifizierbar. Alle übrigen MammaMia Produkte sind BIO-zertifiziert.
Der Verein ProMami bündelt Hebammen an elf Standorten in Niederösterreich. Ihre Rückmeldungen aus der täglichen Betreuung fließen in die Weiterentwicklung der MammaMia Rezepturen ein.

