Magazin / Baby & Kleinkindpflege

MammaMia: Hebammenwissen, in Pflege übersetzt

MammaMia entsteht seit 1986 aus dem, was Hebammen täglich sehen. Sieben Produkte, jedes für einen konkreten Moment im Alltag mit einem Baby entwickelt.

ZUSAMMENFASSUNG

  • Der Blick einer Hebamme auf die ersten Lebenstage eines Babys
  • Wie aus zwanzig Jahren Praxis konkrete Rezepturen entstehen
  • Ein Tag mit MammaMia, vom Morgenbad bis zum Einschlafritual
Veröffentlicht am 1. September 2026 von Carola Zentara

Das wichtigste im Überblick

  • Die Hornschicht eines Neugeborenen ist dreißig Prozent dünner als jene eines Erwachsenen, aufgetragene Stoffe dringen tiefer ein.
  • Talgdrüsen und Säuremantel sind noch nicht im Dienst, der pH-Wert liegt bei 6,5 statt bei den 5,5 gesunder Erwachsenenhaut.
  • Mineralöle, Parabene, hochkonzentrierte ätherische Öle und synthetische Duftstoffe gehören nicht auf die Haut eines Babys.
  • Alle Produkte sind BIO-zertifiziert nach Austria Bio Garantie, allein der Windelbalsam ist als Naturkosmetik ausgewiesen.

Die Kunst des Weglassens

Die ersten Wochen nach der Geburt, ein Wohnzimmer, in dem sich Wäsche stapelt. Die Hebamme setzt sich, stellt keine Frage nach der Marke der Creme, sondern schaut. Erst auf die Haut, dann auf die Eltern. Und sagt den Satz, den sie an diesem Tag vermutlich zum dritten Mal sagt: Weniger ist mehr.

Jahrelange Praxis liegen in diesen drei Worten. Sie sind keine Zurückhaltung aus Bescheidenheit, sondern ein Befund. Denn was hier gepflegt werden soll, ist kein kleines Abbild von Erwachsenenhaut, sondern ein Organ im Werden.

Babyhaut ist dünner, durchlässiger und nimmt Stoffe schneller auf als Erwachsenenhaut. Das macht sie wunderbar empfänglich für gute Pflege und verletzlich gegenüber schlechter.

Warum spricht Babyhaut eine eigene Sprache?

Die Hornschicht eines Neugeborenen ist dreißig Prozent dünner als die eines Erwachsenen, der pH-Wert liegt bei 6,5 statt bei 5,5 und die Talgdrüsen arbeiten in dieser Zeit noch kaum.

Dreißig Prozent. So viel dünner ist die Hornschicht eines Neugeborenen als jene eines Erwachsenen. Was aufgetragen wird, dringt entsprechend tiefer ein, und aus dieser einen Zahl folgt beinahe alles Weitere.

Denn die kleinen Drüsen, die Fett produzieren und die Haut vor dem Austrocknen bewahren, arbeiten in den ersten Lebensmonaten noch kaum. Der schützende Fettfilm fehlt also. Der Säuremantel ebenso, sein pH-Wert liegt bei 6,5 statt bei den 5,5 gesunder Erwachsenenhaut, und er baut sich erst auf. Drei Schutzmechanismen, alle drei noch nicht im Dienst.

Deshalb ist auf Babyhaut jeder einzelne Stoff eine Entscheidung. Und deshalb entscheidet nicht die Menge der Pflege, sondern ihre Auswahl.

Wie wird gelebte Erfahrung zu einer Rezeptur?

Hebammenwissen ist praktisch, direkt und ehrlich, es entsteht am Wickeltisch und nicht im Labor. Deshalb steht hinter jedem MammaMia Produkt ein Tipp aus der täglichen Praxis.

Hier beginnt das eigentlich Interessante, jener Teil, den die wenigsten kennen. Seit 1986 stellt MammaMia dieselben drei Fragen: Was braucht ein Neugeborenes auf seiner Haut? Was tut ihr gut? Und was schadet mehr, als es nützt. Beantwortet werden diese Fragen nicht in einer Marktstudie, sondern dort, wo täglich gewickelt wird.

Man erkennt das an den Details, und die Details sind es, die den Unterschied ausmachen. Der Windelbalsam gehört auf trockengetupfte Haut, weil sich nur dort ein optimaler Schutzfilm bildet. Das Bäuchlein fein Öl wird im Uhrzeigersinn einmassiert, weil das der natürlichen Bewegungsrichtung des Darms entspricht. Der Brustbalsam wird kurz in den Händen angewärmt, bevor er die Haut berührt. Kein Labor formuliert solche Handgriffe. Sie entstehen am Wickeltisch.

Kein Labor formuliert solche Handgriffe, sie entstehen am Wickeltisch, und genau deshalb steht hinter jedem MammaMia Produkt ein Tipp aus zwanzig Jahren Praxis.

Ebenso praktisch ist die andere Seite dieser Erfahrung, die Liste dessen, was nicht auf Babyhaut gehört. Mineralöle versiegeln die Haut und fördern Trockenheit. Parabene irritieren die Barriere, die sich gerade erst aufbaut. Hochkonzentrierte ätherische Öle erhöhen das Risiko für Kontaktallergien. Synthetische Duftstoffe belasten ohne jeden Nutzen. Was bleibt, sind Mandelöl, Sheabutter und High Oleic Sonnenblumenöl. Kein Inhaltsstoff ohne Aufgabe.

Wie sieht ein ganzer Tag mit MammaMia aus?

Sieben Produkte begleiten im Alltag, von der Babylotion nach dem Baden über den Windelbalsam und das Bäuchlein fein Öl bis hin zum Träum fein Spray am späten Abend.

Und dann übersetzt sich all das in einen Tagesablauf. Morgens, nach dem Bad, die Babylotion mit Lavendelblütenhydrolat, Römischer Kamille und Ringelblumenextrakt, geeignet ab der Geburt, sanft einmassiert. Denn das Einmassieren ist mehr als Pflege, es stärkt die Bindung.

Beim Wickeln der Windelbalsam, der Zinkoxid mit Ringelblumenöl und Rügener Heilkreide verbindet. Nirgendwo ist Babyhaut so beansprucht wie hier, wo Feuchtigkeit, Wärme und Reibung ein tägliches Reizdreieck bilden. Vor dem Spaziergang dann die Wind- und Wettercreme mit Edelweiß und Magnolie auf Wangen und Nase, aufgetragen ein paar Minuten vor dem Hinausgehen, damit sich die Schutzschicht entfalten kann.

Am Nachmittag, wenn das Bäuchlein zwickt, wenige Tropfen Bäuchlein fein Öl mit Kamille, Lavendel und Kümmel, im Uhrzeigersinn. In der kalten Jahreszeit, ab dem sechsten Lebensmonat, der Brustbalsam mit Lavendel, Thymian und mildem Eucalyptus radiata. Und schließlich der Abend, das Träum fein Spray mit Damaszener Rose, Orange und Lavendel, über die Bettwäsche gesprüht. Rituale geben Orientierung, ein vertrauter Duft hilft Babys, den Übergang zum Schlafen zu finden.

Sieben Produkte, sieben Momente. Alle basieren auf BIO-Inhaltsstoffen, dermatologisch getestet, geeignet für empfindliche Haut. Nur der Windelbalsam trägt wegen des mineralischen Zinkoxids die Auslobung Naturkosmetik, alles andere ist BIO Kosmetik. Mindestens 95 Prozent der zertifizierbaren Rohstoffe stammen aus kontrolliert biologischem Anbau, jährlich geprüft von unabhängigen Stellen. Kein Versprechen ohne Substanz.

Häufige Fragen zur MammaMia Pflege

MammaMia begleitet sie ab dem ersten Tag. Nur der Brustbalsam erst ab dem sechsten Lebensmonat. Ein entsprechender Hinweis ist ab Etikett vermerkt.

Er enthält Zinkoxid als mineralischen Wirkstoff, dieser wird naturgemäß nicht landwirtschaftlich angebaut und ist deshalb nicht BIO-zertifizierbar. Alle übrigen MammaMia Produkte sind BIO-zertifiziert.

Der Verein ProMami bündelt Hebammen an elf Standorten in Niederösterreich. Ihre Rückmeldungen aus der täglichen Betreuung fließen in die Weiterentwicklung der MammaMia Rezepturen ein.